Entstehung des Projektes
Im Winter 1999 war ich als Tauchlehrerin für sechs Monate in Mombasa, Kenya tätig. In dieser Zeit lernte ich Land und Leute kennen. Auf der Tauchbasis arbeitete ich jeden Tag eng mit den Einheimischen zusammen.
Wohlstand und Elend liegt dicht beieinander!
Am Anfang half ich nur einem Fischer, der sein Netz flicken musste, einem Strandverkäufer gab ich regelmässig mein Znünibrot. Juma, ein taubstummer Mann, kleidete ich von Kopf bis Fuss ein und den Akrobaten, die am Strand ihre Abendvorstellung einübten, gab ich frisches Wasser zum trinken. Es ist schön, wenn man kleine Dinge tun kann und als Gegenleistung bekommt man Dank, Vertrauen, Glück und Freundschaft. Mit der Zeit verspürte ich ein grosses Verlangen, mehr für diese armen Menschen zu tun.
Aber wie und wo? Überall wäre Hilfe nötig.
Im Februar 2003 reiste ich zum fünften Mal nach Kenya. Dieses mal in Begleitung meines Freundes Thomas. Zu Gast bei meiner Mutter, die immer für sechs Monate während der Winterzeit in Mombasa lebt, und ihrem Lebenspartner Justus, kam ich auf die Idee nach Emali zu reisen. Die Familie von Justus lebt dort im Bergdorf. Regelmässig fährt Justus mit dem Bus nach Hause um nach dem Rechten in seiner Sippe zu schauen. Auch unsere gebrauchten Kleider nimmt er mit und verteilt sie im Bergdorf. Mein Ziel war es, das Erzählte von Justus einmal selber zu erleben. Auch ein Besuch in der Primarschule stand auf dem Programm.
Nach sieben Stunden Busfahrt wurden wir in Emali herzlich empfangen und willkommen geheissen. In der Nduundune Primar Schule zeigte uns der Schulleiter Mr.Michael voller Freude und mit Stolz "seine Schule". Da die meisten Kinder noch nie Weisse gesehen haben, stand die ganze Schule Kopf. Wir bemerkten schnell, dass hier Hilfe nötig wäre. Die Schulkinder hatten nichts zu essen, da die Vorratskammer leer war. Auch fehlte es an genügend Lehr- und Schulmaterial und die Wasserzisternen sind ebenfalls sehr baufällig.
Auf dem Rückweg nach Mombasa beschlossen Thomas und ich, mit Hilfe von Justus, den Schulkindern zu helfen.
Unsere gute Seele Justus fährt in unserem Namen regelmässig nach Emali. Er stattet der Schule jeweils einen Besuch ab, kontrolliert, koordiniert und führt wichtige Gespräche, die für unseren nächsten Besuch von hoher Wichtigkeit sind.
Unser Ziel
ist es, einmal im Jahr nach Emali zu reisen, um in der Nduundune Primar Schule Gutes zu tun. Unsere Hilfe haben wir so aufgebaut, dass die Bedürfnisse der gesamten Schule Früchte tragen, vor allem auch Hilfe zur Selbsthilfe. Vom jüngsten Schüler bis hin zur Lehrerschaft, jeder packt mit an und ist lernbereit.



