Dürre und Tod
Zurzeit befinden sich 8 Koffer und 5 Krücken in Mombasa. Bis zu unserem nächsten Trip im Februar 2006 werden uns vertraute Personen die 131 kg nach Emali transportieren. Da wir immer wieder Kleider erhalten gilt es weiterhin: packen, packen und nochmals packen. Wir möchten dann nochmals an die 12 Koffer mitnehmen und wenn es klappt, kommt auch noch ein Rollstuhl mit.
Vor Ort wollen wir die mitgebrachten Kleider, Decken, Bettwäsche, Schuhe und Frottewäsche für je eine Familie zusammenstellen. Die neu gepackten Koffer laden wir dann auf die Esel und bringen das gesammelte Gut direkt zu den ärmsten Familien. Die Krücken werden vorwiegend in der Schule gebraucht.
Für viele Afrikaner war das Jahr 2006 am schlimmsten. Überall herrschte grosse Hungersnot. Auch in Emali traf es viele Familien. Wegen der Dürre wurde das Wasser so knapp, dass im ganzen Bergdorf kein Ochse und keine Ziege überlebten. Das einzige was der Muonifluss zu bieten hatte, waren tiefe Risse.
Ein trauriges Schauspiel.
Doch wir liessen uns nicht unter kriegen und organisierten für 260 Familien vier Tonnen Grundnahrungsmittel und Medikamente. So konnten wir das Schlimmste verhindern.
Unser Ziel für die Schulkinder der Nduundune Schule ist es, für die ca. 140 neu dazu gekommenen, die fehlenden Schulbänke aufzustocken. Wir hoffen, dass in der Stadt genügend Holz vorhanden ist. Beim Schreiner werden wir die Holzbretter in das richtige Maas schneiden lassen. In der Schule können dann die Fundis (Arbeiter) alles zusammen schreinern.
Wenn die Zeit reicht wollen wir die alte, rostige Küche durch eine neue nach einheimischer Bauart ersetzen.
Vom Fluss können wir den qualitativen guten Sand gebrauchen, den uns jeweils die Eltern der Schulkinder bringen. Zusätzlich von einem Elternpaar je ein Brikes, dass sind Backsteine die aus der Erde gewonnen werden. Den Zement können wir relativ günstig in der Nähe der Schule einkaufen. Wir zählen wie immer auf die Mithilfe von allen.
Wir wollten eine neue Küche bauen und auch die schon lang benötigten Schulbänke aufstocken. Da die Not an Lebensmitteln aber so gross ist, werden wir in Mombasa und in Emali Mais, Bohnen, Salz, Oel, Milchpulver, Glukose und Wasser einkaufen. In der Schule wollen wir jeder Familie genügend Lebensmittel verteilen und hoffen so die schlimmste Not zu überbrücken.
In Emali befinden sich bereits 8 Koffer prall gefüllt mit Kleidern, Bettwäsche, Schuhen und 5 Krücken. Im Februar werden wir mit weiteren 8 Koffern und zwei Rollstühlen nach Mombasa reisen. Damit wir überhaupt so viel Gepäck und Lebensmittel weiter nach Emali transportieren können, müssen wir einen Bus mieten. Er bringt uns so nah wie möglich zu unserer Gastfamilie. Vertraute Personen werden uns helfen die ganze Pagage die letzten Kilometer zu Fuss zu tragen.
Vor Ort wollen wir die mitgebrachten Kleider, Decken, Bettwäsche, Schuhe und Frottewäsche für je eine Familie zusammenstellen. Die neu gepackten Koffer bringen wir persönlich zu den ärmsten Familien. Die Krücken und die Rollstühle werden vorwiegend in der Schule benötigt.
Zurzeit herrscht in Kenya sehr grosse Hungersnot!
In ganz Emali und auch in vielen anderen Gegenden sind alle Tiere verendet. In Nordosten Kenyas sterben täglich bis zu zehn Menschen, darunter auch viele Kinder.



